Ergebnisse aus der Themensuche zu dem Suchbegriff
"Soziale Netzwerke"

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitswirksame Formate im Internet

Soziale Medien
Neben der eigenen Internetseite wird in der gemeinschaftlichen Selbsthilfe auf eine Reihe anderer internetbasierter Anwendungen zurückgegriffen. Selbsthilfegruppen nutzen Wiki-Anwendungen, um gemeinsam an einem Wissensfundus zu ihrem Thema zu schreiben und diesen mit anderen zu teilen. Selbsthilfekontaktstellen beraten Interessierte über Chatangebote und E-Mail und sie erstellen eigene Profile bei Sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und dem Kurznachrichtendienst Twitter zur Vernetzung und Präsentation der eigenen Arbeit. Dies ist jedoch mit Blick auf die Datensicherheit kritisch zu bewerten. Solche Anwendungen sollten daher ausschließlich für die Öffentlichkeitsarbeit und nicht für den Erfahrungsaustausch genutzt werden.

Darüber hinaus produzieren Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfegruppen kurze Filme, Kinospots oder Erklärvideos, die sie auf ihrer eigenen Internetseite einbinden und zum Beispiel auf dem Videoportal YouTube veröffentlichen.
Hier einige Beispiele für Spots:
KISS Mittelfranken: Kinospot
KIBIS Flensburg: Spot
KIBIS Stormarn: Kinospot

Ein anderes Format hat SEKIZ Potsdam gewählt, um öffentlichkeitswirksam die Möglichkeiten von Selbsthilfe darzustellen: die Talk-Show „DANN EBEN ANDERS – Der Talk“, lädt regelmäßig prominente und nicht-prominente Menschen zum Gespräch ein, um mit ihnen über überwundene Krisen und Herausforderungen im Leben zu sprechen.
Siehe hierzu: DANN-EBEN-ANDERS – Der Talk
Talk mit Ralph Morgenstern (Folge 21): Die Selbsthilfegruppe hat mir geholfen

Internetkampagnen
Über Internetkampagnen informieren Selbsthilfekontaktstellen über ihre Arbeit und werben für die gemeinschaftliche Selbsthilfe. So haben im Land Brandenburg Träger der Selbsthilfe die Kampagne „KreisMeister“ ins Leben gerufen. Mit der Kampagne sollen Vorurteile über Selbsthilfegruppen abgebaut und der Zugang zur gemeinschaftlichen Selbsthilfe erleichtert werden. Mit visuell sehr ansprechend aufbereiteten persönlichen Erfahrungsberichten wird gezeigt, wie vielfältig Selbsthilfe sein kann.
Siehe hierzu: Kampagne KreisMeister 

Podcasts
Mittlerweile werden auch Podcasts, also digitale Audiodateien produziert, die sich mit Selbsthilfe-Themen beschäftigen. Über Streamingdienste sind diese Dateien flexibel abrufbar und umfassen mehrere Folgen. In den Selbsthilfe-Podcasts kommen meist Betroffene, Angehörige aber auch Selbsthilfeunterstützende zu Wort.

Hier einige Beispiele für Podcasts:
Der Berliner Selbsthilfe-Podcast “Echte Stimmen”
Der Selbsthilfe Podcast (BAG Selbsthilfe)
SeKo on air (SeKo – Selbsthilfekoordination Bayern)
Neben Dir – der Podcast für Angehörige
Podcast “Klinisch Relevant”
Podcast “Stärkzeugkasten – Impulse für die Selbsthilfe” (KISS Pforzheim)

Weiterführende Informationen finden Sie hier:
Selbsthilfeakademie Sachsen: Digital durchstarten in der Selbsthilfe (Arbeitshilfe)
BAG Selbsthilfe: Selbsthilfe in den sozialen Medien
BAG Selbsthilfe: Menschen erreichen über Facebook (Leitfaden)
BAG Selbsthilfe: YouTube – Anwendung und Einsatzmöglichkeiten für die Selbsthilfe (Arbeitshilfe)

Öffentlichkeitsarbeit

Selbsthilfe-Internetforen

Eine weitere Form des Austauschs stellen Foren dar. In Selbsthilfe-Internetforen tauschen sich Gleichbetroffene oder Mitbetroffene zu ihren persönlichen Anliegen aus, ganz wie in einer Selbsthilfegruppe, jedoch zu jeder Zeit und von jedem Ort aus. Es gibt eine Vielzahl von Internetforen zu Erkrankungen und Problemen. Solche Selbsthilfe-Internetforen sind auch geeignet, um Lücken in der Selbsthilfeinfrastruktur zu füllen, zum Beispiel wenn es keine Selbsthilfegruppe zum eigenen Thema am Wohnort oder mit Menschen der eigenen Altersgruppe gibt. Immer mehr Menschen können gemeinschaftliche Selbsthilfe erleben und werden auf diese Bewältigungsform aufmerksam gemacht. Selbsthilfe im Internet kann daher auch als „Türöffner“ für die Selbsthilfe vor Ort dienen.

Wichtig ist, dass darauf geachtet wird, wie das Forum betrieben wird. Es gibt kommerziellen Anbieter, die sich über das Einblenden von Werbung finanzieren oder werden von Firmen verantwortet, die mit dem Austauschangebot auf Kundenbindung oder die Gewinnung neuer Kunden abzielen.

Um solche kommerziellen Angebote von selbsthilferelevanten Foren abzugrenzen, hat die NAKOS folgende Merkmale festgelegt, die ein Selbsthilfe-Internetforum ausmachen:

  • Das Internetforum dient dem Zweck, den bundesweiten Erfahrungsaustausch zwischen unmittelbar und/oder mittelbar betroffenen Menschen zu selbsthilferelevanten Anliegen im Internet zu ermöglichen, zum Beispiel zu einer chronischen Erkrankung oder Behinderung, einer psychischen oder sozialen Problemstellung.
  • Das Internetforum wird von einem Zusammenschluss von Menschen verantwortet, die selbst unmittelbar und/oder mittelbar von einer chronischen Erkrankung, Behinderung, psychischen oder sozialen Problemstellung betroffen sind.
  • Das Internetforum ist öffentlich zugänglich, das heißt, es steht prinzipiell jeder/jedem Betroffenen offen und die Teilnahme ist nicht an formale Bedingungen geknüpft, wie zum Beispiel Vereinsmitgliedschaft, Gebühr.
  • Die Anbieter*innen verfolgen mit ihrer Arbeit keine kommerziellen Zwecke und somit keine Gewinnorientierung.